V3.5 C³-Final – Einleitung des Paradigmenwechsels

Im Hinblick auf die letzte Phase des C³-Projektes und des darin ausgegebenen Ziels, einen Paradigmenwechsel im Bauwesen einzuleiten, müssen die vielen wissenschaftlichen Teilergebnisse aus über 60 Verbundvorhaben bzw. 300 Teilvorhaben aktiviert werden. Um dieses Potenzial des C³-Projektes nutzbar zu machen, ist es notwendig, die thematische Zusammenführung der Ergebnisse und den zielgruppenspezifischen Wissenstransfer, aber auch die Umsetzung der Technologie für die Carbonbetonbauweise für die breite Anwendung in der Praxis zu organisieren.

Im Rahmen des Verbundvorhabens C3-Final soll die Überführung und Etablierung des Carbonbetons in den Markt erfolgen. Dafür werden sowohl die technischen als auch die wirtschaftlichen Lösungen aus den Verbund- bzw. Teilvorhaben des C³-Projektes zusammengeführt, aufbereitet und über eine Praxisoffensive den (Fach-)Hochschulen zum Weiterforschen und Lehren, den Beteiligten der Baubranche zum Kennenlernen und Umsetzen und den Fachfremden (Versicherungen/Banken und Behörden) durch ein mobiles Einsatzteam zur Verfügung gestellt (Seminare, Vor-Ort-Vorführungen etc.).
Der Wissenstransfer aus der Forschung in das Bauwesen ist ein notwendiger Baustein, um das im C³-Projekt angestrebte Ziel „Schaffung aller Voraussetzungen für den Markteintritt“ zu erreichen und den Paradigmenwechsel anzustoßen. Hierzu sollen die resultierenden Lösungen für die Carbonbetonbauweise in wirtschaftlich verwertbare Anwendungen überführt werden. Kern-fragen und -ziele des C3 -Finals sind:

– Einführung der neuen Carbonbeton-Technologie in die Baubranche.
– Schaffung einer gemeinsamen Wissensbasis für Wissenschaft und Praxis.
– Strukturierte Überführung von Ergebnissen für (Fach-) Hochschulen und für die Baubranche.
– Breite Akzeptanz und Umsetzung durch mobiles Einsatzteam.

C3-Final ist der Baustein, um für die Ergebnisse aus dem C³-Projekt die notwendige Praxistauglichkeit abzusichern. Dazu ist neben der technischen Machbarkeit, die in den C³-Vorhaben nachgewiesen wurde, ein neues Konzept des Wissenstransfers sowie auch Konzepte zur Einbindung und thematischen Sensibilisierung der wichtigen Zielgruppen erforderlich. Erster Schritt ist die Erarbeitung einer Vorgehensweise (Konzept) zum Strukturwandel, also „Mit wem?“ muss „Wie?“ über „Was?“ gesprochen werden, um „Wodurch?“ einen Paradigmenwechsel einleiten zu können. Dazu kommt der Wissenstransfer, einmal in die Bereiche Lehre und Ausbildung, aber auch direkt an die Unternehmen durch Erläuterungen zur praxistauglichen Anwendung. Aufbauend darauf soll sowohl an (Fach-)Hochschulen als auch in den Unternehmen gezeigt werden, wie Innovation im Bauwesen am Beispiel von Carbonbeton weiter betrieben werden kann. An ausgesuchten Beispielen der Carbonbetonbauweise sollen Potenzialanalysen zur Marktfähigkeit erarbeitet und die noch bestehenden Lücken zum Markteintritt verdeutlicht werden, um somit einen Beitrag zum Lückenschluss zu leisten. Dazu wird es eine parallel laufende wissenschaftliche Begleitung geben, die sowohl öffentlichkeitswirksam als auch vor Ort (mobiles Einsatzteam) das Wissen über die Carbonbetonbauweise gezielt verbreitet und zur Anwendung bringt.

Verbundkoordinator
Technische Universität Dresden, Institut für Massivbau

Vorhabenleiter
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Manfred Curbach

Ansprechpartner
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Tietze, M. A.
+49 351 484 567 18
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Beteiligte C³-Partner

  1. Technische Univeristät Dresden – Institut für Baubetriebswesen
  2. HTWK Leipzig

Laufzeit: 01.07.2019 – 31.12.2021