V-I.13 Branchenübergreifender Einsatz von recycelten Carbonfasern aus C³-Bauteilen

© Jan Kortmann

Für eine optimale Markteintrittsstrategie in Bezug auf den C³-Baustoff müssen bereits beim Inverkehrbringen des Baustoffes Lösungen existieren, wie mit dem C³-Baustoff bei anstehenden Herstellungs-, Umbau- und Modernisierungsprozessen sowie Rückbau- und Recyclingmaßnahmen eine möglichst qualitativ hochwertige Ressourcenverwertung erreicht wird. Das übergeordnete Ziel des Verbundvorhabens ist daher, anfallende Primär- und Sekundärabfälle aus Carbonfasermaterial im Herstellprozess, in der Nutzungsphase und am Ende der Lebensdauer des Bauteils im Wirtschaftskreislauf zu belassen. Dafür werden folgende Hauptziele verfolgt:

– Durchführung von Separationsarbeiten zur sortenreinen Trennung der Carbonfasern von der C³-Betonmatrix,
– Aufbereitung der im Recyclingprozess anfallenden Carbonfasern zu recycelten

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Carbonfasern (rCF) als Ausgangsstoff für weitere Prozessschritte,
– Entwicklung einer Prozesskette zur Fertigung von Garnkonstruktionen, beginnend von der Fasermischung über den Krempelprozess, die Faserbandbildung und die Verstreckung bis hin zur Garnverspinnung aus rCF,
– Konzeption neuartiger rCF-Produkte, z. B. in Form von rCF-Faserbändern (zur Verstärkung), rCF-Stäben sowie rCF-Textilstrukturen für technische Anwendungen,
– Konzeption für den branchenübergreifenden Einsatz universeller rCF-Garnkonstruktionen.

Konkret soll mit dem Vorhaben C3-V-I.13 „Branchenübergreifender Einsatz von recycelten Carbonfasern aus C³-Bauteilen“ untersucht werden, inwieweit aufbereitete Carbonfasern (rCF) aus recycelten C³-Bauteilen als

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hochwertiger Rohstoffersatz dienen können. Es sind dabei neuartige rCF-Garnkonstruktionen sowie neuartige rCF-Textilstrukturen zu entwickeln, die primär wieder im Bauwesen, aber auch in anderen Bereichen eine ressourceneffiziente und wirtschaftliche Anwendung finden. Die rCF könnten branchenübergreifend die bisherigen Materialien in den Bereichen Automobil-, Schiffs- und Luftfahrzeugbau, Maschinen-, Behälter- und Anlagenbau, Stadtmobiliar und Beschilderungen und beim Bau von Sportgeräten ersetzen oder sinnvoll ergänzen. Die Ausgangsbasis für die zu entwickelnden rCF-Garnkonstruktionen sind recycelte Carbonfasern und Carbonfaserbündel, die beim Abbruch und Recycling von C³-Bauteilen anfallen und aufbereitet werden. Alternativ kann auch rCF aus anderen Branchen, wie z. B. aus der Automobil- und Luftfahrzeugtechnik, eingesetzt werden.

Verbundkoordinator
TU Dresden, Institut für Baubetriebswesen

Vorhabenleiter
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Peter Jehle

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Jan Kortmann
+49 351 463 36315
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Beteiligte C³-Partner

  1. Technische Univeristät Dresden
    – Institut für Baubetriebswesen
    – Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik
  2. Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH

Laufzeit: 01.04.2018 – 30.09.2019