V-I.1 Studie zur Möglichkeit der Beschleunigung bauaufsichtlicher Genehmigungsverfahren am Beispiel Carbonbeton

Ziel von „CarbonSpeed“ ist die Begleitung des C³-Projektes durch einen Consultingprozess als „Mittler“ zwischen Forschung und Regelwerksetzung mit dem Ziel, dass in enger Abstimmung zwischen dem C3-Konsortium, dem DAfStb und den Entscheidungsträgern für bauaufsichtliche Genehmigungsverfahren zum Abschluss der Forschung ein Leitfaden vorliegt, mit dem die Prozesse für die Markteinführung von Cabonbeton beschleunigt werden können.

V-I.2 Carbonfasern auf Pechbasis für schlaff bewehrte Biegebauteile

In diesem Forschungsprojekt wird die Verwendung von ultrahochmoduligen (UHM) Carbonfasern für Bewehrungs-stäbe im Carbonbeton untersucht werden. Die UHM-Fasern auf Basis von Pech sind wirtschaftlich interessant und zeichnen sich durch einen im Vergleich zum Bewehrungsstahl und herkömmlichen Carbonstäben sehr hohen Elastizitätsmodul und durch hohe Zugfestigkeiten aus. Damit können die bei herkömmlicher Carbonbewehrung typischen großen Bauteilverformungen vermieden werden.

V-I.3 Carbon-Carbon-Strukturen zur Betonbewehrung

Der Einsatz von Bewehrungen aus Carbonfasern im Beton ermöglicht materialsparendes und dauerhaftes Bauen. Die gegenüber konventionellem Stahlbeton deutlich dünneren Bauteile erfahren bei einer Brandbelastung aber auch eine viel schnellere Erwärmung, da weniger thermische Speichermasse im Bauteil vorhanden ist. Die schnellere Erwärmung der dünnen Bauteile führt zwangsläufig auch zu einer schnellen Erwärmung der Bewehrungsstruktur im Betonbauteil.

V-I.6 Brückenkappen mit Carbonbewehrung

Brückenkappen dienen primär dem Schutz der tragenden Brückenkonstruktion vor Umwelteinwirkungen und unterliegen aufgrund der exponierten Lage starken Beanspruchungen, weshalb sie während der Nutzungsdauer der Brücke

V-I.5 Entwicklung von Betonimplantaten zur Übertragung von out-of-plane Beanspruchungen

Mit der fortschreitenden Entwicklung des Carbonbetons hin zu höherer Effizienz und damit immer kleineren Bauteilquerschnitten erlangen die Spannungszustände an Fügestellen eine bemessungsbestimmende Relevanz. Im vorliegenden Projekt werden Verbindungsmittel entwickelt, die durch ihre geometrische Formgebung und Materialauswahl einen homogeneren Spannungszustand in Bereichen der Lastübertragung an Carbonbetonfassaden bewirken.