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BAuA: Nachhaltige Lehrkonzepte für proaktive Produktsicherheit

Künftige Produktentwickler, Chemiker und Maschinenbauer benötigen für ihre spätere Berufspraxis Fachwissen zur sicheren und gesundheitsgerechten Produktgestaltung. Auch wenn die Denkweise und Sprache von Juristen und Ingenieuren bzw. Chemikern mitunter weit auseinander liegen, sollten angehende Produktentwickler, Chemiker und Konstrukteure zumindest einen Überblick über die wichtigsten europäischen und nationalen Rechtsgebiete zum sicheren Inverkehrbringen von Produkten haben.

Die universitäre Lehre im Bereich Chemie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau an deutschen Hochschulen gilt als insgesamt hochwertig und umfassend. Die Vermittlung von Fach- und Methodenwissen zur sicheren und gesundheitsgerechten Produktgestaltung bzw. Maschinenkonstruktion sowie von Handlungskompetenzen zu deren Umsetzung spielt bisher eher eine untergeordnete Rolle. Gerade die frühzeitige Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten während des Produktgestaltungsprozesses kann maßgeblich dazu beitragen, kostenintensive Nacharbeiten, imageschädigende Rückrufaktionen oder gar schwerwiegende Unfallfolgen zu vermeiden.

Themen:

  • Universitäre Lehre für die proaktive Chemikaliensicherheit: Vorstellung der Vorlesungsreihe „Toxikologie und Rechtskunde“ für angehende Chemiker an der TU Dortmund. Diese wurde in enger Zusammenarbeit mit der BAuA am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) entwickelt.
  • Ein modulares, integriertes Lehrkonzept für die Maschinensicherheit: Vorstellung des Projektes PROSUmEr. Die TU Dresden entwickelte im Auftrag der BAuA ein modulares, integriertes Lehrkonzept mit dem Schwerpunkt auf Produkt- und Maschinensicherheit für den vorlesungsbegleitenden Einsatz an deutschen Hochschulen. Dieses wird ab Sommer 2019 interessierten Anwendern als Open Educational Resource (OER) lizenziert zur Verfügung gestellt und kann von den Anbietenden und Nutzenden gemeinsam weiterentwickelt werden.
  • „Gestaltung Sicherer Maschinen (GESIMA)“: Kurzvorstellung der Software zur Unterstützung von Maschinenentwicklern und Konstrukteuren insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Sondermaschinenbaus bei der Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie. Die Software wurde im Auftrag der BAuA entwickelt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Mehr Informationen sowie den Anmeldelink finden Sie hier.

Termindetails

Datum:
27. März
Zeit:
13:00 - 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Fabricestraße 8
01099 Dresden