OPEN FUTURE LAB: Zukunftstechnologien für die Stadt – in der Stadt

Visualisierung der ehemaligen Robotron-Kantine als zukünftiges Open Future Lab. (Grafik © wirgestaltendresden)

Dresden besitzt die größte Forschungsdichte unter den deutschen Städten. In keiner anderen Stadt in Deutschland ballen sich so viele Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen auf engstem Raum und in nur wenigen Städten Europas wird so intensiv geforscht, wie in Dresden. Bedarf es dann noch einer Institution, die der Wissenschaft und Forschung zusätzlichen Raum gibt? Unbedingt!

Bei all den rasanten Entwicklungen, die mit den steigenden Anforderungen an die Gesellschaft und dem exponentiellen Technologiewachstum einhergehen, besteht die Gefahr einer Trennung – die Wissenschaftler in ihrer Forschungslandschaft auf der einen Seite, die Bevölkerung auf der anderen Seite. Mit einem Open Future Lab besteht diese Gefahr nicht.

Das Ziel des Open Future Lab ist die Forschung zum Anfassen, das Entdecken und Bearbeiten von gesellschaftsrelevanten Problemen und die Ideen dazu in der Wirklichkeit zu überprüfen. Geschaffen wird ein Ort, an dem sich jeder einbringen kann, der Großvater gemeinsam mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen experimentiert, diskutiert und kritisch hinterfragt. Mit dem Open Future Lab könnte eine zentrale Plattform entstehen, die eine Kultur des Austauschs zwischen der Dresdner Bevölkerung sowie auch deren Gästen mit den ansässigen Forschern und Entwicklern wegweisender Technologien begünstigt. Ein Ort, an dem gemeinsam an zentralen Themenkomplexen des Lebens, wie beispielsweise der künstlerischen Tradition und Moderne, den technischen Innovationen, dem wissenschaftlichem Fortschritt, der neuen Arbeits- und Lebenswelt genauso wie der Nachhaltigkeit, dem Generationenwandel und der Frage nach lokalen Identität(en) gearbeitet werden kann.

Raumkonzept für das Open Future Lab. (Foto © wirgestalten dresden)

Die Initiative „Wir gestalten Dresden“ hat für die konkrete Umsetzung des Open Future Lab ein Konzept entwickelt, welches neben der thematischen Planung für die wissenschaftliche Wirkungsstätte auch die Umnutzung der ehemaligen Robotron-Kantine betrifft und damit auch deren Verfall durch Leerstand entgegenwirkt. Als offene Schnittstelle bietet das Gebäude mitten im Zentrum von Dresden eine hervorragende Möglichkeit für eine facettenreiche experimentelle Nutzung mit unterschiedlichen Raumformaten: Von Ausstellungsbereichen und einem großzügigen Auditorium über moderne Arbeits- und Werkstatträume bis hin zum Living Lab, welches die Erprobung von Zukunftsszenarien in einer Realumgebung ermöglicht.

Für den C³ – Carbon Concrete Composite e. V. besitzt das Vorhaben einen Ort zu schaffen, an dem planungsrelevante Akteure einen Wissens- und Technologietransfer von Innovationen aus der Region erfahren, eine hohe Relevanz. Die Zusammenführung der Erfahrungen und des Wissens über die unterschiedlichen Anwendungsfelder von Carbonbeton, ermöglichen Synergien mit anderen Branchen, die bisher möglicherweise noch nicht einmal bekannt sind. Mit einer Kapazität für 560.000 Dresdner Bürger und etwa 14 Millionen Touristen pro Jahr, bietet die ehemalige Robotron-Kantine die einzigartige Chance, die zukünftige Forschung von Mensch und Technik sowohl in Dresden als auch international sichtbar werden zu lassen.

Die Entscheidung über das Konzept des Open Future Lab und die damit verbundene Nutzung des alten Robotron-Gebäudes wird in den nächsten Wochen durch den Stadtrat erwartet.

Mehr Informationen unter: http://www.wir-gestalten-dresden.de