Erstmalig in der Geschichte des Deutschen Museums: Exponat aus Carbonbeton

Foto: Ansgar Pudenz

Die Ausstellung „Aus Ideen Erfolge machen. Für die Menschen. Für das Land.“ des Deutschen Museums in München wird seit Mittwoch (13.09.2017) mit einem Exponat aus Carbonbeton  bereichert. Traditionell präsentieren die Vorjahressieger des Deutschen Zukunftspreises ihre Innovation in Form eines Moduls. 2016 gewannen die Dresdner Carbonbetonforscher Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann den Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Seit der Eröffnung der Ausstellung 2006 kommen jährlich neue Exponate hinzu. Die nunmehr  10 Ausstellungsstücke sind zwar thematisch unterschiedlich, wurden jedoch immer aus dem Mineralwerkstoff Corian hergestellt. Erstmals in der Geschichte der Ausstellung wurde ein anderes Material verwendet  – Carbonbeton.

Das Modul besteht aus vier Teilen: Dem Einfallstor – einer spielerischen Einladung sich mit dem Thema Carbonbeton auseinanderzusetzen; der wirtschaftlichen Komponente – welchen Beitrag leistet das Thema in Bezug auf bspw. Arbeitsplätze oder die Baubranche; der wissenschaftlichen Expertise und schließlich der Darstellung der Preisträger. Zusätzlich befinden sich Abbildungen der Preisträger auf der sogenannten „Wall of Fame“. Das Architekturbüro HENN entwickelte eigens für die Ausstellung ein Modell der Zukunftsstadt, die komplett aus Carbonbeton besteht.

„Den Mut etwas Neues zu machen, etwas Neues zu bauen hatte das Deutsche Museum. Die Herstellung der Module aus Carbonbeton war durchaus mutig, denn vor einem halben Jahr wusste keiner von uns, ob das wirklich funktionieren würde.“ – so Manfred Curbach, der Preisträger und Vorsitzender des C³ – Carbon Concrete Composite e. V. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Künstler Christoph Held für die konzeptionelle Arbeit, dem Messebauer Jens Dippel für die Begleitung und Betreuung in der Herstellungsphase, Matthias Hamann und der Tischlerei Hamann für die Herstellung der komplexen Schalung und schließlich Rainer Belger vom Otto-Mohr-Laboratorium für die Umsetzung, die durchaus einer Meisterleistung gleicht.

Das Exponat aus Carbonbeton bleibt in den nächsten 10 Jahren Bestandteil der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis. Nicht nur Anschauen, vor allem Anfassen ist ausdrücklich erwünscht. Carbonbeton ist ein junges, modernes Thema und leistet einen wesentlichen Beitrag in der Baubranche.

Video-Präsentation des preisgekrönten Projektes im Deutschen Museum.