C³ auf der BAU2015

Das derzeit größte Forschungsprojekt im deutschen Bauwesen stellt sich vom 19. bis 24. Januar 2015 auf der BAU2015 in München vor. In Halle B0/208 am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der  HTWK Leipzig, der TU Chemnitz und der TU Dresden können Interessierte das C³-Projekt kennenlernen, sich über das Projekt, seine Ziele und die Vorhaben informieren.

Messestand BAU 2015 | Foto: Matthias Tietze

„C³ – Carbon Concrete Composite“ ist eines von 10 im Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Zwanzig20-Partnerschaft für Innovation“ geförderten Projekten im Programm von „Unternehmen der Region.“ Das Förderprogramm zielt auf den systematischen Ausbau herausragender wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Kompetenzen durch überregionale und interdisziplinäre Kooperationen in den Neuen Ländern durch Entstehung neuer Netzwerkstrukturen, offene und transparente Prozesse. Das BMBF stellt eine Fördersumme von 45 Millionen Euro bereit, ca. 23 Millionen Euro kommen als Eigenmittel der Unternehmen hinzu.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Projekt C³ wird über den Anfang 2014 gegründeten Verein C³ e.V. voran getrieben.  Das Konsortium zählt bereits 110 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Ihr Ziel: die schrittweise Einführung von Carbonbeton im Bauwesen und die Entwicklung der C³-Bauweise. Die Erforschung und Etablierung dieses neuen Werkstoffes ist ein vielversprechender Ansatz, das Bauen zukunftsfähig zu machen und einen Paradigmenwechsel im Bauwesen einzuläuten.

Um die inhaltlich-technischen Ziele von C³ zu erreichen, untersuchen und beleuchten die Verbundpartner ab 2015 in vier Basisvorhaben Grundbausteine, die für das Projekt strategisch bedeutsam sind: „Beschichtungen und Bewehrungsstrukturen für den Carbonbetonbau“, „Nachhaltige Bindemittel und Betone für die Zukunft“, „Konstruktionsgrundsätze, Sicherheits- und Bemessungskonzepte, standardisierte Prüfmethoden“ und „Multifunktionale Bauteile aus Carbonbeton – Aktivierte Gebäudehülle“. Weitere Vorhaben beginnen im Herbst 2015. Sie befassen sich mit den Themen Produktion, Normung und Zulassung, Gesundheit, Aus- und Weiterbildung,  sowie Abbruch, Rückbau und Recycling.

Die Ziele des Projektes Carbon Concrete Composite sind mit dem Ausbau, der Ansiedlung und Neugründung von Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Chemie, Maschinenbau, Carbonbewehrung, Verarbeiter/Anwender, Werkstoffe (Beton), Ingenieurwesen und Elektrotechnik) verbunden – von den Grundmaterialien bis zum  fertigen Bauwerk. Parallel dazu werden Bildungsangebote (Aus- und Weiterbildung) für alle wertschöpfungsrelevanten Etappen entwickelt und in neue Berufsbilder überführt.

Die Erwartungen für die genannten Bereiche sind hoch: Produktion und Umsätze sollen wachsen, die Partner werden sich stärker vernetzen und interagieren, Arbeitsplätze in neuen Bereichen entstehen.