C³ – Carbon Concrete Composite

Das Projekt C³ – Carbon Concrete Composite ist das derzeit größte Forschungsprojekt im deutschen Bauwesen. Seit 2014 wird mithilfe eines Konsortiums aus über 160 Partnern, in 60 Verbund- und über 300 Einzelvorhaben, der Verbundwerkstoff Carbonbeton erforscht, entwickelt und seit 2006 zunehmend in der Praxis angewendet.

Das Bauwesen hat sich seit der Einführung von Stahlbeton kaum verändert. Mit über 100 Millionen verbauten Kubikmetern im Jahr ist Stahlbeton der wichtigste Baustoff Deutschlands. Die Lebensdauer von Stahlbetonkonstruktionen bleibt auf Grund der Korrosion weit hinter den Erwartungen zurück  –  viele Bauwerke werden kaum älter als wir Menschen.

Das weltweit am häufigsten verwendete Material nach Wasser – der Beton – führt seit jeher zu einem hohen Verbrauch an Rohstoffen. Hinzu kommen die enormen CO2-Emissionen im Bereich des Neubaus und der Instandsetzung. Allein die Herstellung von Zement ist für 6,5 % des gesamten Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Das entspricht etwa der dreifachen Menge CO2, die durch die globale Luftfahrt emittiert werden.

Um die großen Herausforderungen unserer Zeit – den Umweltschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels – auch im Bauwesen meistern zu können, sollen bis 2021 alle Voraussetzungen für eine Markteinführung des Carbonbetons sowie die anschließende Etablierung der Carbonbetonbauweise geschaffen werden.

Dafür wird im C³-Projekt die Strategie der zunehmenden Vernetzung verfolgt. Neben den zahlreichen technologie- und marktorientierten Zielen, steht die Entwicklung und Fortführung eines kooperativen und zugleich konstruktiven Netzwerks im Vordergrund. Die interdisziplinäre Partnerstruktur spiegelt sich in den thematisch notwendigen Schwerpunkten wieder.

Darstellung der einzelnen thematischen Schwerpunkte (Grafik © Stefan Minar)