C³-Partner setzen Industriestandards für Carbonbeton

Mattenförmige Bewehrung aus Carbon | Foto: © Ansgar Pudenz

Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Carbonbetonbauweise. Unsere Freude war vermutlich vergleichbar mit der von Neil Armstrong, als er seine ersten Schritte auf dem Mond ging. Voller Freude haben wir Ende Juni die Nachricht entgegengenommen, dass das Projekt „Industriestandard Carbonbeton (ISC)“ für die dreijährige Umsetzungsphase des Programms RUBIN vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgewählt wurde. Nun wurden die Langanträge eingereicht und das Projekt kann im Januar 2022 erfolgreich starten.

Im Rahmen von ISC werden die bis heute fehlenden Standards für das Bauen mit Carbonbeton gesetzt. „Somit steigern wir die Wirtschaftlichkeit und die Akzeptanz für Carbonbeton erheblich“ – sagt Frank Schladitz, Geschäftsführer des bedeutendesten Verbandes für die Carbonbetonbauweise C³ – Carbon Concrete Composite „Gleichzeitig schaffen wir eine Kontinuität des sehr erfolgreichen C³-Vereins. Gemeinsam mit unseren Partnern bekommen wir die Möglichkeit die Verstetigung des Bauens mit Carbonbeton weiter voranzutreiben und schaffen somit einen Mehrwert nicht nur unsere Mitglieder, aber für alle, die zukünftig nachhaltig, klimaneutral und ressourcenschonend bauen möchten.“

Zusammen mit 15 Partnern soll die Carbonbetonbauweise der breiten Masse zugänglich gemacht werden. Zur Etablierung des Industriestandards Carbonbeton stehen insgesamt 8 Mio. € als Fördermittel zur Verfügung.

Im Zuge der mehrstufigen Antragsstellung für das Förderprogramm RUBIN, welches das Ziel hat, die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner sowie mittlerer Unternehmen (KMU) zu stärken und in strukturschwachen Regionen Prozesse anzustoßen, die langfristig zu einer wettbewerbsfähigen Profilbildung der Region führen, konnten die verschiedensten Gutachter vom Industriestandard Carbonbeton überzeugt werden. Im Wettbewerb standen 53 Bewerber. Nur 11 davon wurden bewilligt. Das Bündnis ISC ist als einziges sächsisches und als einziges im Bausektor ansässiges Bündnis für eine Förderung in der Umsetzungsphase ausgewählt worden.