C³ erneut ausgezeichnet: Rohstoffeffizienzpreis für größtes Bauforschungsprojekt Deutschlands

Dr. Frank Schladitz vom C³- Konsortium (links im Bild) nimmt denPreis entgegen.
Dr. Frank Schladitz vom C³- Konsortium (links im Bild) nimmt den Preis entgegen.

Heute, am Freitag, dem 04.12.2015, genau eine Woche nach der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung, wurde dem Projekt C³ – Carbon Concrete Composite eine weitere Auszeichnung zuteil: der Deutsche Rohstoffeffizienzpreis.

„Es ist uns eine große Ehre, dass gerade unser Thema eine solche Würdigung erfahren hat. Wir sind davon überzeugt, dass wir in etwa 10 Jahren ca. 20% des Stahlbeton durch Carbonbeton ersetzen können“, freut sich Prof. Klaus Raps, Stellv. Vorstandsvorsitzender des C³ e.V.

Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) vier Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung als herausragende Beispiele für eine intelligente Verwendung von Materialien aus.

Der Wettbewerb unterstreicht den Stellenwert rohstoffeffizienten Handelns in unserer Gesellschaft und insbesondere für die Wirtschaft. Das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands, C³ – Carbon Concrete Composite, leistet mit der Entwicklung des neuen Baustoffes Carbonbeton einen wichtigen Beitrag zu Ressourceneinsparung, Energieminimierung und CO2-Reduktion, den man mit keinem anderen Material erreichen kann.

Der bisherige Baustoff Nummer eins ist Stahlbeton. Neben hohem Ressourcenverbrauch und CO2-Austoß bei der Herstellung und beim Transport wirkt sich bei Stahlbeton vor allem die begrenzte Lebensdauer von 40 bis 80 Jahren negativ auf Natur und Volkswirtschaft aus. Stahl korrodiert. Um den Stahl vor Korrosion zu schützen, ist eine dicke Betondeckung nötig. Beton hat einen unglaublich hohen Verbrauch an Rohstoffen und Energie. Nach Wasser ist Beton das am meisten verbrauchte Material weltweit. Durch die Verwendung von Bewehrung aus dem nicht korrodierenden Material Carbon können die Bauteildicke und damit die Betonmenge erheblich reduziert werden.