Zukunftsweisend, verblüffend, ästhetisch – C³ präsentiert sich in Ausstellung „Zukunftsmacher“

Sonne (fast) pur, lockere Atmosphäre, gespannte Aufmerksamkeit, ein sichtlich aufgeschlossener und interessierter Ministerpräsident – das hört sich nach einem guten Tag an. Und erfolgreich war dieser 4. Mai 2015 für die Zukunftsmacher, die auf dem Gelände des Fraunhofer IWU in Dresden ihre Ausstellung präsentierten: ihre Vorstellung und ihr Forschungsgegenstand stießen auf breites Interesse bei den etwa 100 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und vor allem aus Unternehmen.

Die „Zukunftsmacher“ – wie sich selbstbewusst fünf von zehn Gewinnerkonsortien aus dem Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Zwanzig20“, deren Konsortialführungen in Sachsen beheimatet sind, nennen, lernten sich erstmals untereinander näher kennen. Das könnte neue Synergien und Vernetzungen schaffen.

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Ausstellung „Zukunftsmacher“ | Foto: Karl Mischke

„Mit Zwanzig20 will das BMBF über die Grenzen von Bundesländern, Organisationen, wissenschaftlichen Disziplinen und Branchen hinweg Innovationsprozessen zukunftsweisende Impulse und Strukturen geben. Damit schaffen wir die Voraussetzung, dass sich die Konsortien in einem anspruchsvollen und offenen Prozess auf die Lösung volkswirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamer Herausforderungen fokussieren und sich in wichtigen Zukunftsmärkten nachhaltig mit neuen Produkten und Dienstleistungen als Leitanbieter positionieren können – losgelöst von den Einzelinteressen der Partner.“, erläutert Hans-Peter Hiepe vom BMBF den ambitionierten Anspruch.

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Hans-Peter Hiepe, (BMBF) | Foto: Ulrich van Stipriaan

Ministerpräsident Stanislaw Tillich würdigte das Förderprogramm und das Engagement aller Beteiligten. „Dank der Förderung sind neue Partnerschaften für Innovation angeschoben worden. Das wird für weitere wichtige Impulse hier im Freistaat sorgen. Unser Ziel ist es, dass Sachsen 2020 zu den forschungsstärksten und innovativsten Regionen Europas gehört.“ Solche überregionalen sowie interdisziplinären Wissenschafts- und Wirtschaftskooperationen seien gerade für Ostdeutschland wichtig, um noch vorhandene Strukturnachteile auszugleichen, so Tillich vor mehr als 100 Gästen aus den Konsortien.

Beim Rundgang durch die Ausstellung ließen sich beide von den innovativen Ansätzen der Projekte Agent-3D, C³-Carbon Concrete Composite, fast, futureTEX, smart³ begeistern. Welcher Zusammenhang besteht zwischen einem Kleid und dem Thema Bauen? Was hat es mit den Blüten auf sich, die sich selbst öffnen und schließen? Kann Licht als Werkzeug fungieren? Echtzeit – was ist das? Und wie kann Tradition Zukunftsprodukte hervorbringen?

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Prof. Manfred Curbach im Gespräch mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich | Foto: Ulrich van Stipriaan

Der Themenfächer der fünf Projekte ist weit geöffnet: neuartige Fertigungsverfahren zur Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0, Entwicklung und Einführung einer neuen Bauweise, die Ressourcen schont, Sicherheit bietet und architektonische Flexibilität gebiert, technologischer Durchbruch durch Echtzeitfähigkeit, Revolutionierung der Textilindustrie, Entwicklung neuer Produkte mit intelligenten Werkstoffen.

Der C³- Stand bot etwas für’s Auge und Handfestes: Demonstratoren, die das Material veranschaulichen und seine Eigenschaften nachvollziehbar und plastisch darstellen sowie eine junge Dame, die ein Carbonbetonkleid trägt. Das Kleid ist eine etwas andere Art der Materialveranschaulichung. Es zeigt, dass die Verbindung von Carbontextil und Beton leicht und filigran ist. So, wie wir das Bauen der Zukunft gestalten werden.

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TV-Interview mit Prof. Manfred Curbach | Foto: Ulrich van Stipriaan

Bis zum Jahr 2020 werden sich die fünf Konsortien zum einen unter Einbeziehung aller ostdeutschen Bundesländer sowie Partnern aus westdeutschen Bundesländern international vernetzen. Zum anderen soll sich das Zusammenwirken regionaler Innovationsakteure positiv auf Wachstum und Innovationsfähigkeit der Region auswirken.