Konzepte für C³

Foto: Jörg Singer

Die Schaffung und Einführung der C³-Bauweise in einem derartig großen, gesellschaftlich bedeutenden und zum Teil sehr konservativen Bereich wie dem Bauwesen braucht neben der Entwicklung des Baustoffes und der Technologie neue Ansätze für die Zusammenarbeit, das Management und die Koordination, den Wissenstransfer und die Kommunikation.

Strategischer Rahmen

Im C³-Projekt setzt ein strategisches Konzept Rahmen und Inhalte. Um das Projekt voranzutreiben werden eine Roadmap sowie Management- und Organisationskonzepte entwickelt. Das Innovationsmanagement fördert die Entstehung und Ausarbeitung kreativer Ideen, die auch aus benachbarten Branchen einfließen. Bestehende Technologien werden im Sinne von C³ neu interpretiert und adaptiert. Die Kommunikation unterstützt eine optimale Netzwerkbildung zwischen allen Konsortialmitgliedern. Die externe Kommunikation schafft Vertrauen in die C³-Bauweise, in den neuen Baustoff Carbonbeton und bereitet das Marketing vor.

In C³ werden neben der strategischen Ausrichtung technologie- und marktbezogene Themen sowie Projekte zur Wirtschaftlichkeit bearbeitet. Individualvorhaben ergänzen das Spektrum.

Die Vorhaben im Überblick:

  • Basisvorhaben (technologieorientiert)
  • Strategie (strategieorientiert)
  • Markteintrittsbarrieren (marktorientiert)
  • Technologieumsetzung (technologieorientiert)
  • Anwendungen (marktorientiert)
  • Individualvorhaben (explorativ)
  • Wirtschaftlichkeit (wertschöpfungsorientiert)

Die zweistufige Strategie

Vision und Mission von C³ sind in einem Strategiekonzept fixiert. Weiterhin werden die Zielstellungen von C³ spezifiziert und Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet. Sowohl das Management- und Organisationskonzept, ein Konzept zum Innovationsmanagement als auch ein Kommunikationskonzept bilden einen Rahmen für die Arbeit in C³. Die Roadmap bildet die Umsetzungsstrategie ab.

In einem weiteren Schritt werden die strategischen Ausgangskonzepte unter Beachtung wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, technischer und soziokultureller Aspekte geprüft, evaluiert, angepasst und fortgeschrieben. Externe und interne Einflüsse müssen immer im Blick bleiben, um die Strategie und die Maßnahmen anzupassen. Im Ergebnis soll sich ein selbsttragendes, wertschöpfendes Netzwerk nach dem Jahr 2020 etablieren.

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Innovationsmanagement als konkrete Umsetzung des konzeptionellen strategischen Rahmens

Die Strategiefortschreibung bildet den konzeptionellen Rahmen für das Innovationsmanagement des C3-Projektes, aus welchem sich wiederum in den kommenden Jahren die Arbeit des Projektkonsortiums ableitet. Das Innovationsmanagement wird die Entwicklung der C3-Bauweise als unumkehrbaren Prozess vorantreiben, unterstützen und über die Förderperiode hinaus bis 2020 begleiten. Dazu gehören u.a.:

  • Vernetzung der C³-Partner
  • Koordination, Kontrolle und Steuerung der Teilvorhaben
  • Berichtswesen, Controlling
  • Kommunikation sowie Informationsverbreitung und -streuung
  • sog. Leuchtturmprojekte als Referenzen
  • Wissens- und Ergebnistransfer
  • „Schmiede“ neuer Ideen

Der Fokus für Innovationen liegt in C³ auf der Erweiterung des Blickfeldes des Bauwesens , der Öffnung gegenüber fachfremden Branchen. Ein aktiver Dialog und Austausch mit „Branchenfremden“ ermöglicht den Zugang zu dort bestehenden Kompetenzen, Lösungen und Technologien, die für das Bauwesen adaptiert werden können. Wiederum profitieren diese baufernen Bereiche von den Erkenntnissen aus C3.

Als ein weiteres Ziel des Innovationsvorhabens kann das Anwerben von Investoren sowie die aktive Einbindung und Initiierung externer Forschungsprojekte, beispielsweise von EU-Projekten angesehen werden. C³ soll international sichtbar sein, denn Deutschland und im Speziellen der ostdeutsche Wirtschaftsraum sollen als Know-how-Träger für die C³-Bauweise etabliert werden. Die bis dato entstandene C³-Struktur soll in ein selbsttragendes, wertschöpfendes Regionalsystem überführt werden, das auch nach 2020 die C³-Forschungen weiter führt. Ein Element der Internationalisierung ist der Aufbau einer von allen Konsortialpartnern gemeinsam getragenen Marke Carbonbeton.

 

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