Alle Beiträge von Angela Reute

B4 Multifunktionale Bauteile

CGI: HTWK Leipzig
CGI: HTWK Leipzig

Im Basisvorhaben 4 wird die Konfiguration von carbonbewehrten Bauteilen grundlegend neu betrachtet. Carbon verfügt über Eigenschaften, die ermöglichen, elektrische und digitale Funktionen, die bisher in separaten technischen Systemen abgebildet wurden, in die Carbon-Bewehrungsstruktur und die Betonmatrix zu integrieren.

B3 Konstruktion, Bemessung, Prüfung

Praxis-und-Wissen_Basisvorhaben3_kontruktion
Foto: TU Dresden

In Basisvorhaben B3 werden basierend auf Marktstudien Anwendungsbereiche für Carbonbeton definiert und entsprechende Konstruktionsgrundsätze abgeleitet. Die Entwicklung adäquater Bemessungs- und Sicherheitskonzepte ermöglicht die Umsetzung dieser neuartigen Konstruktionsprinzipien.

B2 Bindemittel und Betone

Foto: filmaton.tv

Im Basisvorhaben B2 werden Anforderungsprofile an Bindemittel und Betone zusammengestellt , Rezepturen für hydraulisch erhärtende mineralische Matrices für Carbonbeton entwickelt, Prüftechniken sowie Prüfkriterien für Kerneigenschaften der Matrices abgestimmt.

B1 Bewehrung und Beschichtung

Praxis-und-Wissen_Basisvorhaben1
Foto: filmaton.tv

Ziel des ersten Basisvorhabens ist die Entwicklung von dauerhaften und temperaturbeständigen textilen Bewehrungen und Stäben aus Carbon. Betrachtet werden die Eigenschaften der Textilbetonkomponenten und deren Wechselwirkungen sowie die Zusammenhänge zwischen Fasertyp, Schlichtesystem, Beschichtungssystem und Betonrezeptur.

V4.4 Ganzheitliche Optimierung von Carbonbeton durch Verwendung alternativer Bindemittel und leistungsfähiger Faseroberflächen

Das Vorhaben befasst sich mit der Konzeption und Erprobung alternativer Bindemittel für Carbonbeton und Überführung in HPC/UHPC, formuliert und prüft hochspezifische Schlichten (bzw. Beschichtungen) für Carbonfasern für einen mikrostrukturellen Verbund zur zementären Matrix, abgestimmt auf die alternativen Bindemittel und stellt grundlegende Untersuchungen zur Applikation von Keimbildnern auf Carbonfasern zur Verdichtung der Verbundzone.

V4.2 Vorgespannter Carbonbeton für Straßenbrücken und Flächentragwerke

Das Vorhaben umfasst die Entwicklung von A) Autobahnbrücken mit Spannweiten bis 45 Meter ohne Mittelstützen aus vorgespanntem Carbonbeton in integraler Bauweise und von B) dünnwandigen Flächentragwerken aus vorgespanntem Carbonbeton. Der Übergang zu vorgespannter Carbonbewehrung erlaubt es, schlankere und dadurch wirtschaftliche Querschnitte zu realisieren, die dauerhaft und robust sind.

V4.1 Multiaxiale Garnablage im automatisierten Umlaufprozess (Multi-2D Druck)

In diesem Vorhaben sollen die Prozessschritte textiles Flächengebilde- und Betonbauteilherstellung vereint werden. Das führt zu einer drastischen Kostensenkung der Carbonbetonfertigteilherstellung. Garne werden direkt lastorientiert in der Schalung abgelegt. Dadurch entfallen die Transporte vom Garn- zum Textilhalbzeughersteller, die kostenintensive Textilfertigung sowie die Transporte zum Betonfertigteilproduzenten. Weiterhin werden die Überlappung des Textils und deren Verschnitt eingespart.

V1.5 Abbruch, Rückbau und Recycling von C³-Bauteilen

Das Vorhaben beinhaltet vier Arbeitspakete:

  • Anforderungsprofil, Laborversuche zu Abbrucharbeiten
  • Großversuche zum Abbruch, Rückbau und Recycling
  • Lastenheft für die Herstellung von C³-Betonen und Bauteilen
  • Lastenheft für Abbruch, Rückbau und Recycling

V1.2 Nachweis- und Prüfkonzepte für Normen und Zulassungen

Aufbauend auf den innerhalb der Basisvorhaben entwickelten standardisierten Prüfmethoden sollen im Rahmen des Vorhabens Verfahrenswege und Nachweiskonzepte als Voraussetzung für Richtlinien, Normen und Zulassungen im Bereich des Neubaus und der Instandsetzung grundlegend entwickelt werden.

Die Betrachtungen erstrecken sich in C³ auf die gesamte Wertschöpfungskette von den Grundmaterialien bis zum fertigen Bauwerk.

Die C³-Roadmap strukturiert das Vorgehen unter Berücksichtigung der technologie- und marktorientierten Anforderungen. Die Themen sind strategisch in sich überschneidende Vorhabenblöcke eingeordnet. Insgesamt gibt es 16 Verbundvorhaben mit 143 Einzelvorhaben. Die C³-Vorhaben werden ausgeschrieben.

Dafür gelten folgende Grundsätze:

Für jedes Thema ist eine Antragsskizze einzureichen aus der, in Anlehnung an das Ausschreibungspapier, u.a. die Partneranzahl und deren Aufgaben hervorgeht, das Gesamtziel kurz umrissen ist, die strategische Bedeutung eingeordnet und der Ablauf des künftigen Vorhabens sowie die angestrebten Ergebnisse plausibel dargestellt sind. Dieser Vorgang wird durch einen Vorhabenleiter gesteuert.

Die eingereichten Vorhabenskizzen durchlaufen einen Auswahlprozess in den C³-Gremien bevor sie dem BMBF zur abschließenden Entscheidung über eine Förderung vorgelegt werden. Das BMBF lässt sich bei seiner Entscheidung von einem Beirat beraten. Der Beirat besteht aus 10 Personen und vereint die Kompetenzen Bauwesen, Architektur und Wirtschaftswissenschaften. Er begutachtet und bewertet die Vorhaben hinsichtlich ihrer Passfähigkeit zur Strategie sowie ihrer Förderwürdigkeit und spricht dem BMBF Empfehlungen zur Förderung aus. Die Förderung durch das BMBF als Zuwen-dungsgeber erfolgt nach Maßgabe der BMBF-Standardrichtlinien für Zuwendungen auf Ausgaben- und Kostenbasis und der Verwaltungsvorschriften zu den §§ 23 und 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO). Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet aufgrund seines pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Inwieweit und in welcher Form die eingereichten Vorhabenskizzen zu den ausgeschriebenen Themen zur Begutachtung an den Beirat weitergeleitet werden, entscheidet der Vorstand des C³ e. V. mit seinen Beratern und ggf. externen Gutachtern.

Über die komplette Laufzeit des Zwanzig20-Programms gelten für das C³-Konsortium in seiner Gesamtheit:

  • Die besonderen Kriterien der BMBF Zwanzig20-Förderbekanntmachung im Rahmen der Förderinitiative Unternehmen Region. Der Anteil der Partner mit Sitz in den neuen Bundesländern liegt bei mindestens 80 Prozent. U.a. müssen sich Partner aus jedem neuen Bundesland beteiligen (Schwerpunkt auf KMUs). Eine starke Beteiligung der Unternehmen auch über das geforderte Maß (50 Prozent) hinaus ist ein weiteres angestrebtes Ziel der Förderlinie.
  • Die Satzung inkl. Beitragsordnung des „C³ – Carbon Concrete Composite e.V.“.
  • Antragsteller müssen Mitglieder des Vereins „C³ – Carbon Concrete Composite e.V.“ sein/werden – nach positivem Vorentscheid durch den Vorstand müssen alle Projektpartner mit eigener geplanter Zuwendung Vereinsmitglied sein – bevor die Vorhabenskizze dem externen wissenschaftlichen Beirat übergeben wird.

Alle Kosten für die Antragsphase sind von den Antragstellern selbst zu tragen. Durch den C³ e. V. werden keine Kosten erstattet. Es besteht kein Anspruch auf Befürwortung der Vorhabenidee durch den Vorstand.

Rückfragen an:

Jana Strauch
Administration
Tel:         +49 351 484 567-15
Fax:        +49 351 484 567-10
E-Mail:  email hidden; JavaScript is required

oder

Matthias Lieboldt, Dr.-Ing. 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Projektmanagement | Strategieentwicklung
Tel:         +49 351 484 567-13
Fax:        +49 351 484 567-10
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Hightech Venture Days 2015

Auf dem Investorenkongress HIGHTECH VENTURE DAYS 2015 am 05. Und 06. Oktober in Dresden können sich kapitalsuchende Hightech-Unternehmen mit internationalen Investoren vernetzen. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Mai um die Teilnahme bewerben.

C³ auf arte

„Textilien – Werkstoff der Zukunft“ – das ist der Titel der Ausgabe des Wissensmagazins X:enius auf arte am Mittwoch, den 27. Mai 2015 jeweils um 8.30 und 17.05 Uhr.

Weitere C³- Vorhaben befürwortet

C³- Beiratssitzung am 5. Februar 2015 in Dresden: quasi fast im Anschluss an die Präsentation des Strategiekonzeptes und der weiteren Vorhaben vor dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Projektträger Jülich wurden dem C³- Beirat weitere Vorhaben vor- und zur Diskussion gestellt.