Aktuelles

Preisverleihung „100 Orte im Land der Ideen“

C³ ist ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. Einer von 100 in jedem Jahr. Der Wettbewerb „Deutschland-Land der Ideen“verfolgt das Ziel, ein positives und modernes Deutschlandbild zu vermitteln.
Und die Ausgezeichneten? Sie wollen ihr kreatives Potenzial, ihre  innovative Kraft und ihr individuelles Engagement publik machen und andere zum Nachahmen anregen und motivieren. Und sich am Erfolg ihrer Arbeit freuen. Zum Beispiel am Tag der Preisverleihung.

Am 26. Juli 2016 um 11 Uhr nehmen die am C³-Projekt Beteiligten-  Partner, Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder und wohlwollende Mitstreiter- den Preis aus den Händen der Organisatoren des Wettbewerbes im Otto-Mohr-Laboratorium der TU Dresden entgegen.

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Neues Karbon- Forschungslabor in Dresden

Die Gründer des neuen Forschungszentrums: Prof. Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) (links) und Prof. Chokri Cherif vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden
Die Gründer: Prof. Hubert Jäger, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) (links), Prof. Chokri Cherif, Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden

„Research Center Carbon Fibers Saxony“ (RCCF)- heißt das Karbon- Forschungslabor, das heute,  zum Auftakt des „20. Internationalen Dresdner Leichtbausymposiums“ offiziell  an der TU Dresden in Betrieb genommen wird. Im RCCF wollen Wissenschaftler der TU Dresden erproben, wie sich am effektivsten maßgeschneiderte Kohlefasern für superleichte Autos, Flugzeuge und Möbel herstellen lassen. Künftig werden Karbon-Verbundwerkstoffe enorm an Bedeutung und Anwendungsbreite gewinnen. Karbon-Verstär-kungen könnten zum Beispiel sehr grazile Häuser aus dem 3D-Betondrucker oder superfeste Bauteile nach dem Vorbild der Natur („Bionik“) ermöglichen.
In dem Zentrum sollen durchgängige Entwicklungsketten vom Faserrohstoff bis zum fertigen Bauteil erforscht werden. Die Ergebnisse der Forschungen sollen in die industrielle Anwendung transferiert werden.
Die Gründer des neuen Labors, Prof. Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) sowie Prof. Chokri Cherif vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM)- beide an der TU Dresden- sind Partner im C³-Konsortium.
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Erfolgreicher Verlauf der ersten C³-Konferenz

Gespanntes Interesse, aufmerksame Zuhörer und kompetente Vortragende – das sind die Eindrücke, die man von den beiden Beratungstagen der Fachkonferenz des C³- Carbon Concrete Composite mitnimmt. Carbonbetonforscher aus ganz Deutschland trafen sich am 8. und 9. Juni 2016 in Dresden, um ihre Arbeitsfortschritte innerhalb des gleichnamigen Bauforschungsprojektes vorzustellen und sich weiter zu vernetzen.
Mehr als 150 Teilnehmer verfolgten die Fachvorträge über den Stand und die Ergebnisse der bereits laufenden  C³- Vorhaben.  Den jeweiligen Vorträgen folgten angeregte Diskussionen und Gespräche.
Einen kleinen Höhepunkt abseits der „Fachsimpelei“ markierte das Gespräch mit der Künstlerin Amelie Marei Löllmann, die dem Institut für Massivbau der TU Dresden einen Teppich aus Beton zum Geschenk machte.  Der Abend klang mit einem Get Together aus.

Prof. Manfred Curbach,  Vorsitzender des Vorstandes des C³- Carbon Concrete Composite, hieß die Gäste der Ersten C³- Konferenz willkommen.
Carbonbetonforscher, Carbonbeton, Konferenz, Erste C3-Konferenz
Steffen Rittner vom Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden sprach über Beschichtungen, textile Bewehrungsstrukturen und -stäbe.
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Die Konferenz stand ganz im Zeichen der Vernetzung der  140 Konsortialpartner. Die Partner des  interdisziplinären Netzwerkes, die aus unterschiedlichen Branchen und Forschungseinrichtungen kommen, nutzten die Gelegenheit, Kontakte aufzubauen bzw.zu intensivieren.
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U.a. Evonik Ressource Efficiency GmbH präsentierte sich im Rahmen der Konferenz mit einem Stand.
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Die  Übergabe eines Betonteppichs durch die Künstlerin Amelie Marei Löllmann an das Institut für Massivbau der TU Dresden, hier vertreten durch den Institusdirektor, Prof Manfred Curbach,  war eine thematische Abwechslung.
Carbonbetonforscher, Carbonbeton, Konferenz, Erste C3-Konferenz
Rege Diskussionen und Gespräche in den Konferenzpausen beförderten nicht nur den fachlichen Austausch.

Zukunftskurs: Konferenz der deutschen Carbonbetonforscher in Dresden

Carbonbetonforscher aus ganz Deutschland treffen sich am 8. und 9. Juni 2016 in Dresden-Hellerau zur ersten C³-Konferenz. C³ – Carbon Concrete Composite ist das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands und bündelt die deutsche Carbonbetonfoschung. Ziel des C³-Projektes ist es, Carbonbeton als innovativen Zukunftswerkstoff zu entwickeln und Deutschland als Leitanbieter weltweit zu etablieren.
In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2020 mit bis zu 45 Millionen Euro geförderten Projekt C³ – Carbon Concrete Composite fokussiert sich die gezielte praxisorientierte Forschung, um die Schlüsselanwendungen von Carbonbeton als Produkte auf dem Markt erfolgreich zu platzieren.
Die erste C³-Konferenz hat vor allem den interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie die weitere Vernetzung der derzeit 140 C³- Partner aus Wissenschaft, Unternehmen und Verbänden zum Ziel. Sie repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette. Die inhaltliche Spreizung der Partner reicht von Forschungs-instituten über Baustofflieferanten bis hin zu metallbearbeitenden Betrieben und Softwareherstellern.
In derzeit knapp 50 Verbundvorhaben innerhalb des C³-Projektes werden alle relevanten technischen als auch wirtschaftlichen Fragestellungen aufgeworfen, untersucht und Lösungen für die C³-Carbonbeton-Bauweise erarbeitet. Das betrifft alle notwendigen Forschungen am Material, der Herstelltechnologie aber auch an Themen wie Recycling und Gesundheit sowie
die Implementierung in die Aus- und Weiterbildung.

Beton as Art

Der Teppich trägt den Titel: tapis concrète no. 3. Es ist ein gravierter Betonteppich mit den Maßen 169,5 cm x 80cm x 0,5 cm (Gewicht etwa 12 kg), Foto: Löllmann
Der Teppich trägt den Titel: tapis concrète no. 3. Es ist ein gravierter Betonteppich mit den Maßen 169,5 cm x 80cm x 0,5 cm (Gewicht etwa 12 kg), Foto: Löllmann

Beton steht für hässlich, grau, klobig. Doch das hässliche Entlein mausert sich. Mehr und mehr Künstler und Designer befassen sich mit dem scheinbar widerspenstigen Material. Auch die Künsterin Amelie Marei Löllmann. Sie hatte am Institut für Massivbau der TU Dresden oft Gelegenheit, sich in Versuchen mit dem spröden und öden Beton zu befassen. Sie entwickelte eine Serie von Wandarbeiten, Teppiche, die hängend oder auch liegend präsentiert werden können.
Einen dieser Teppiche übergibt die Künstlerin im Rahmen der ersten C³-Konferenz in den denkmalgeschützten Werkstätten in Dresden-Hellerau an das Institut.

Amelie Marei Löllmann hat in Rotterdam und an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin Design, Gestaltung und Modedesign studiert. Im Anschluss war Sie von 2012 bis 2013 Meisterschülerin in der Klasse von Prof. Hans Joachim Ruckhäberle – ebenfalls in Weissensee – und hat im Fachbereich Bildende Kunst / Bühnenbild Ihr Studium abgeschlossen. Schon seit Längerem arbeitet sie immer wieder mit Beton und hat Hüte, Taschen usw. konzipiert.

 

C³ auf dem Tag der Deutschen Bauindustrie

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2. Juni 2016 – “ Tag der Deutschen Bauindustrie“ in Berlin. Viele Eindrücke: Reden des Bundeswirtschaftsministers Siegmar Gabriel, des EU-Kommissars für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günter  Oettinger, von Finanzministers Wolfgang Schäuble ,  Diskussionsrunden und Foren zu wichtigen Themen der Branche, wie Wohnungsbau, Mietentwicklung, Stärke des Industrie-sstandortes Deutschland oder „BIM und Bildung“. Darüber hinaus war imposantes Baugerät „aufgefahren“. An diversen Ständen präsentierten sich Unternehmen und Projekte und stellten ihre Leistungen und Produkte vor.  C³, das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands, war zum ersten Mal dabei- leider nicht mittendrin, aber doch von Interessenten umringt.

C³ in „Sachsen- Land der Ingenieure“

1712 wurde in Sachsen die erste deutsche Ingenieurkammer gegründet. Erfindergeist und Mut haben also Tradition  und bis heute zählt der Freistaat die höchste Ingenieurdichte bundesweit.  Die Ingenieurkammer Sachsen würdigt mit einer Ausstellung die Leistungen der sächsischen Ingenieure. Der Bedeutung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Enwicklung Sachsens angemessen wurde die Schau Sächsischer Ingenieurskunst am Vorabend des ersten Ausstellungstages im Sächsischen Landtag vom Präsidenten desselben eröffnet. Die Präsentation des C³- Projektes stieß auf das rege Interesse der Ausstellungsbesucher.

Die Ausstellung ist bis 1. Juli 2016, werktags von 10 bis 18 Uhr im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages,  Bernhard- von- Lindenau- Platz 1, 01067 Dresden, zu sehen. Hier geht`s zum Ausstellerverzeichnis: http://www.bauen-neu-denken.de/wp-content/uploads/2016/06/Ausstellerverzeichnis-Auststellung-Landtag.pdf

C³- ein Ort im Land der Ideen

LDI_Ausgezeichnete_Orte_coop_db_CMYK_S_DESie fällt an vielen öffentlichen Orten ins Auge: die Ehrentafel mit dem vielfarbigen Logo und mit dem Zusatz: Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen. Auch das Projekt C³-Carbon Concrete Composite darf sich ab sofort mit dieser Auszeichnung schmücken.  Damit gehört es zu den 100 glücklichen Gewinnern im deutschlandweiten  Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ . Der stand in diesem Jahr unter dem Thema: „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ .
Bei der Auswahl der Projekte aus den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft konnten sich die Wettbewerbsinitiatoren „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank auf die Expertise einer 17-köpfigen Jury sowie die Unterstützung eines sechsköpfigen Fachbeirats verlassen, die die rund 1.000 Bewerber begutachteten.

Für die „Ausgezeichneten Orte 2016“ startet das Wettbewerbsjahr am 7. Juni mit einem großen Netzwerktreffen in Berlin, bei dem sich alle Preisträger kennenlernen, vernetzen und über ihre Projekte austauschen können. Von Juni bis Dezember feiert jeder Preisträger eine individuelle Preisverleihung und erhält zu diesem Anlass seine von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde. C³ wird seinen Preis am 26. Juli 2016 entgegennehmen. Im Oktober startet die deutschlandweite Wahl des Publikumssiegers. Der feierliche Preisträgerempfang in Frankfurt am Main im November, bei dem die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der sechs Bundessieger – ein herausragendes Projekt in jeder Kategorie – erfolgt, rundet das Wettbewerbsjahr ab.

Netzwerken, um Carbonbeton zu „pushen“

Netzwerken und vernetzen- das ist sozusagen die Würze für Deutschlands größtes Bauforschungsprojekt. Netzwerke ergänzen, unterstützen und bereichern sich wechselseitig. Die Bedeutung von Netzwerken beschreibt das Zitat des griechischen Philosophen Platon sehr treffend. So soll er gesagt haben: „Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken.“ Ein Beispiel für lebendiges und tätiges Netzwerken ist die Kooperation mit futureSAX – der Innovationsplattform des Freistaates Sachsen. In einem Interview auf der Website von futureSax erläutert Dr. Frank Schladitz das Projekt C³-Carbon Concrete Composite und dessen Ziele.

Open Air Science Slam in Dresden

DRESDEN-concept Open Air Science SlamMerken. Hingehen: 23. Mai 2016, 19:00 Uhr, Theaterplatz Dresden. Fünf Slammer aus vier Nationen und vier verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen präsentieren beim Open Air Science Slam ihre Forschungsschwerpunkte. Ob auf Deutsch oder Englisch, ob über Plattwürmer oder Restaurierung – die Slams spielen mit der Forschungsvielfalt der DRESDEN-concept Partner. Begleitet wird der Slam durch die Musik der Band „bergen“.
Der kostenlose Open Air Science Slam stellt die Internationalität der im DRESDEN-concept verbundenen Forschungseinrichtungen dar – durch internationale Slammer und Beiträge auf Deutsch oder Englisch. Die Slams werden durch Präsentationen unterstützt, die jeweils in der anderen Sprache untertitelt sind, so dass alle Besucher den Slams folgen können. Ein Mikrobiologe und eine Zellbiologin präsentieren Forschungsschwerpunkte des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie. Eine Chemikerin des Helmholtz Zentrums Dresden-Rossendorf, ein Kunsthistoriker der Staatlichen Kunstsammlungen und ein Nanowissenschaftler des Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden bringen dem Publikum Themen wie Krebsforschung, Restaurierung und Dokumentation sowie Mikromotoren näher.
Vor und zwischen den Slams spielt die Band „bergen“ Folkpop. Die Bandmitglieder kommen von der TU Dresden und vom  Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V..
Der Open Air Science Slam ist ein gemeinsames Projekt einiger DRESDEN-concept Partner. DRESDEN-concept ist ein Verbund aus 22 Forschungseinrichtungen in der Wissenschaft und Kultur

Alles neu macht der Mai. Das aktuelle C³- Journal ist da!

Der aktuelle Newsletter des C³- Projekts 1/2016 bietet folgendes Themenspektrum:

Rat und Empfehlung: Beirat des C³ e.V. hat getagt
Berichterstattung: Quartalspräsentationen
Themenfokussierung: C³-Workshops
Information und Vorstellung: Vorträge über C³
Präsenz: C³ in der Öffentlichkeit
Kontaktaufbau: Vertreter von C³ im Bundesbauministerium und bei der EU- Kommission in Brüssel
Wachstum: Neue Mitglieder im C³-Netzwerk
Gratulation: Preise für C³- Partner
Einblick in die Praxis – Schulung für Anwender
Merken: Termine für C³
Vorgestellt: Neues C³-Teammitglied

 

Carbon- Stoff der Zukunft

C³ Betonkleid © filmaton.tv

Vom 21. Juni bis November 2016 wird es im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg eine Ausstellung um ein besonderes (textiles) Material geben: Carbon. Das tim, wie das Textilmuseum in alter und neuer Sprachökonomiemanier auch genannt wird, liegt auf dem Gelände einer früheren Kammgarnspinnerei. Es ist ein Gebäudekomplex,  in dem Besucher Textil- und Industrie- Geschichte erleben können. Die Besucher erfahren mehr über sogenannte vier M´s: Mensch-Maschine-Muster-Mode.
Die Sonderschau zum Thema Carbon zeigt Objekte aus den Bereichen Automobilbau, Luft- und Raumfahrt, Architektur, Design, Lifestyle und Gesundheit. Auch C³ hat Exponate beigesteuert: das Carbonbetonkleid und Demonstratoren, die Vorzüge und Eigenschaften des Werkstoffes veranschaulichen.

C³- Carbonbeton im TV

TV-Wissenschaftssendungen boomen. Offenbar ist der Wunsch, Wissen auf unterhaltsame und verständliche Weise zu rezipieren, groß. In der ard- Sendung  „Wer weiß denn sowas?“ werden spannende und skurrile Fragen aus Wissenschaft, Tierwelt und dem täglichen Leben gestellt und beantwortet und mit kleinen Einspielern erläutert. Von montags bis freitags ab 18 Uhr können Zuschauer also auf amüsante Weise dazulernen und mitraten.

Auch zu C³- Carbonbeton gab es am 12.Mai 2016 in dem schlau machenden Wissensspiel eine Frage.

 

 

 

Leichtfüßig. Imposant. Filigran. Carbonbeton.

Leichtbau-Forscher der TU Chemnitz haben Schalenelemente aus Carbonbeton entwickelt (Foto: Dr. Sandra Gelbrich)
Foto: Dr. Sandra Gelbrich

Carbonbeton: Neue Lösungen im Städte-, Straßen- und Brückenbau- das ist die Überschrift eines Artikels im Architekturmagazin DETAIL.
Wissenschaftler der Fachgruppe Leichtbau im Bauwesen der TU Chemnitz haben textilverstärkte Betonschalen, bestehend aus hochfestem Feinbeton und Carbonbewehrung, entwickelt und daraus erste freigeformte Versuchsbauwerke in Schalenbauweise errichtet. Die TU Chemnitz ist C³ Partner.

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Forschungszentrum für Kohlenstofffasern gegründet

GarneWissenschaftler der TU Dresden gründeten am 18. April 2016 das Forschungszentrum „Research Center Carbon Fibers Saxony“ (RCCF).
Mit der Gründung des neuen Forschungszentrums bündeln die sächsischen Wissenschaftler ihre Kompetenzen im hochinnovativen Bereich der Kohlenstofffasern – als Voraussetzung für viele Anwendungen im modernen Leichtbau. Das Ziel:  eine gemeinsame Forschungsinitiative im Bereich maßgeschneiderter Kohlenstofffasern für zukunftsweisende Funktions- und Strukturwerkstoffe.
Das RCCF bündelt die an der TU Dresden vorhandenen Kompetenzen im Hochtechnologiefeld Faserverbund-Leichtbau und baut die Vorrangstellung des Leichtbaustandortes Dresden mit der Konzentration auf die zukünftig marktbeherrschende Technologie maßgeschneiderter Composites mit polymerer, keramischer und metallischer Matrix weiter aus. Dazu verbinden sich das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) in einem Center, in dem künftig durchgängige Entwicklungsketten vom Faserrohstoff bis zum fertigen Bauteil erforscht werden. Beide Institute sind Partner im C³- Projekt.

bauma Innovationspreis für C³-Partner

Ehre wem Ehre gebührt: Im Rahmen  der bauma, der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte sind am 10. April 2016 sechs Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit dem bauma-Innovationspreis ausgezeichnet worden. Der Preis wird alle drei Jahre in München vergeben.
Ein Team um die Wissenschaftler Prof. Dr.‐Ing. Jürgen Weber, Dipl.‐Ing. Mathias Näther – Professur für Baumaschinen, Prof. Dr.‐Ing. Viktor Mechtcherine, M. Sc Venkatesh Naidu Nerella – Institut für Baustoffe und Prof. Dr.‐Ing. Rainer Schach, Dipl.‐Ing. Martin Krause – Institut für Baubetriebswesen der TU Dresden wurde für das derzeit laufende Forschungsprojekt zum 3D-Druck für Beton ausgezeichnet. Gleich zwei der Partner, das Institut für Baustoffe und das Institut für Baubetriebswesen der TU Dresden sind C³- Partner.

Wesentliche Elemente der Beton‐3D‐Druck‐Technologie, ©A. Geelhaar
Wesentliche Elemente der Beton‐3D‐Druck‐Technologie, ©A. Geelhaar

Bei den bisherigen Bestrebungen, derartige Verfahren praxisreif zu machen, ging es vorrangig darum, in den Produktionsstätten und je nach Kundenwunsch individuell gefertigte Betonteile herzustellen. Die Wissenschaftler aus Dresden dagegen wollen den 3D-Druck nicht nur direkt auf die Baustelle bringen, sie wollen auch vorhandene Maschinen als Basis für ihre neue Technik nutzen. Und zwar so, dass diese Maschinen weiterhin auch für ihren ursprünglichen Zweck eingesetzt werden können. Entwickelt werden sollen eine großräumig agierende Robotertechnik und ein Druckkopf, mit dem schnell härtender Beton in Schichten aufgetragen wird und so ganze Bauwerke entstehen. Nicht nur die Bauprozesse, sondern auch die Bauformen könnten so revolutioniert werden.

C³- Partner ausgezeichnet

Im Rahmen der 60. BetonTage am 23. Februar 2016 in Neu-Ulm wurde der Innovationspreis der Zulieferindustrie Betonbauteile 2016 verliehen. Gleich zwei Preisträger gehören dem C³-Konsortium an- die solidian GmbH und die Dyckerhoff GmbH.

Für ihre aus Carbonbeton errichtete Fuß- und Radwegbrücke wurde die solidian GmbH in der Kategorie Bewehrungstechnik ausgezeichnet. v.l.n.r.: Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH, Dr. Christian Kulas, solidian GmbH, Christian Jahn, BFT International, © photodesign_buhl
solidian erhielt einen Preis in der Kategorie Bewehrungstechnik
v.l.n.r.: Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH, Dr. Christian Kulas, solidian GmbH, Christian Jahn, BFT International, © photodesign_buhl

Die solidian GmbH aus Albstadt erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Bewehrungs / Befestigungstechnik. Das Unternehmen hat eine Brückenkonstruktion entwickelt, bei der eine Carbonbewehrung eingesetzt wird. Durch diese können Betondeckungen mit nur 15 mm bzw. 25 mm ausgeführt werden. Dies hat Bauteildicken von 70 mm bzw. 90 mm zur Folge. Im Gegensatz zu einer vergleichbaren Stahlbetonkonstruktion kann das Gewicht um mehr als 50 % reduziert werden und beträgt bei einer Spannweite von 15 m nur 14 t.

 

Die Dyckerhoff GmbH erhielt den Preis in der Kategorie Herstellungstechnik für ihren weiterentwickelten Nanodur-Beton E80 v.l.n.r.: Martin Möllmann und Thomas Deuse, beide Dyckerhoff GmbH, Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH, Christian Jahn, BFT International, © photodesign_buhl
Die Dyckerhoff GmbH erhielt den Preis in der Kategorie Herstellungstechnik für ihren weiterentwickelten Nanodur-Beton E80
v.l.n.r.: Martin Möllmann und Thomas Deuse, beide Dyckerhoff GmbH, Dr. Ulrich Lotz, FBF Betondienst GmbH, Christian Jahn, BFT International, © photodesign_buhl

Die Dyckerhoff GmbH gewann den Preis in der Kategorie Herstellungstechnik. Mit Hilfe spezialbehandelter Gesteinskörnungen hat sie einen neuen Beton mit einem bemerkenswert hohen E-Modul (Elastizitätsmodul) von über 80.000 N/mm² entwickelt. Der sog. Nanodur-Beton E80 ist verformungsstabiler und steifer als Aluminium mit einem E-Modul von rund 70.000 N/mm² bzw. MPa. Dadurch lassen sich Verformungen in Betonbauwerken deutlich reduzieren, und die Lastumlagerungen bei Verbundkonstruktionen besser steuern.

Der mit 3.000 Euro dotierter Preis wurde im Rahmen der 60. BetonTage im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm bereits zum 14. Mal vergeben. Der Award zeichnet innovative Produkte und Dienstleistungen der Zulieferindustrie der Betonfertigteilbranche aus. Die Jury aus unabhängigen Experten aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Industrie steht unter der Leitung von Professor Hans-Wolf Reinhardt von der Universität Stuttgart, Institut für Werkstoffe im Bauwesen. Entscheidend für die Prämierung waren der Innovationsgrad und die Individualität, die Relevanz und das Markt- und Anwendungspotenzial sowie die Berücksichtigung von technologischen Standards.

 

Pro Textilbeton: Vorträge, Gespräche und Erfahrungsaustausch

Die „Anwendung der Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung AbZ Z-31.10-182 für die Verstärkung von Stahlbeton mit TUDALIT“ , „Neue Wege im Know-How-Transfer beim Textilbeton“, „Textile Antworten zu bautechnischen Fragestellungen“ und „Nichtbrennbare freigeformte Akustikelemente aus keramischen Faserverbundwerkstoff – Nachhallgalerie Staatsoper Berlin“- das sind einige der Themen einer gemeinsamen Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaften “Textilbeton“ und “Modellierung Faserverstärkung im Bauwesen“ der Fachabteilung CC TUDALIT – innerhalb des Kompetenznetzwerks CCeV – und des TUDALIT e.V.

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Textiles Gelege, Foto: Jörg Singer

Sie findet am  28. April 2016 von 9.00 bis 16 Uhr im Dresdner World Trade Center statt und richtet sich an Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Lehre, Unternehmer aus der gesamten Wertschöpfungskette von textilverstärkten Verbundstrukuren sowie Planer, Vertreter von Behörden und interessierte Bauherren. Zum Programm…

Wann?   Donnerstag, 28. April 2016, 9 bis 16 Uhr
Was?      Vorträge, Plenumsdiskussion, Praxisbeispiele
Wo?        WTC, Hörsaal 119/120, 1. OG, Freiberger Str. 37, 01067 Dresden